06 März 2008

2000 - 2003

Der Anfang von Metapherose trug zwei Namen: MC Habicht und Jakobus.

 

Die beiden Rapper aus Halle machten aus einer Laune eine unwiderrufliche Fügung. Die krankhafte Neigung sprachliche Bilder zu entwerfen ließ den beiden damals siebzehnjährigen keinen Zweifel an der Namensgebung aufkommen: Metapherose.

 

„Am Anfang war’s Freestyle, dann kam Texte schreiben“ resümierte MC Habicht noch Jahre später in einem seiner zahlreichen Songs. Wirklich konkret wurde es, als DJ Tesko als Plattendreher und Chris B als Produzent mit ins Boot geholt und die ersten Aufnahmen sowie Liveauftritte in der damals noch überschaubaren Hip Hop Landschaft der Saalestadt gemacht wurden. In dieser Zeit entstand zunächst die „Propaganda EP“, das Erstlingswerk von Metapherose mit Songs wie „Streetmusic“ oder „Die Ahnen“.

 

Zur selben Zeit am Rande der selben Stadt:


Nichtsahnend von der Entstehung einer Band namens „Metapherose“ finden sich die Jugendfreunde Nora und Benni musikalisch für sich privat auf fremden Instrumentalen und ohne Aussicht auf eine Studiosession oder gar Auftritte zusammen, um Gesang und Rap zu einem pulsierenden Gemisch zu vereinen.

Es entstehen die beiden Buchstaben die auch Metapherose später noch begleiten sollen: DW – Double Wisdom.

 

Das musikalische Schaffen gleicht eher sporadischen Kreativitätsattacken, so dass Benni über Freestylesessions Chriz Knowtice und Martman MC kennenlernt, die folgend das Rap-Grundgerüst für die instrumentalisierte Hip Hop Liveband „Rapjazzoul“ zieren. Zu Auftritten kommt es mit Benni im übrigen nie.

 

Er verlässt die Band nach über einem Jahr Proberaumdasein kurz vor dem ersten Gig. „Die professionellen Musiker und die beiden anderen weitaus erfahrenären Rapper waren damals mindestens ein Level zu weit für mich, aus dem Grund aber natürlich auch die besten Teacher in dieser Zeit“ sagt Benni heute.



Im Herbst 2003 lernen sich MC Habicht und Benni zufällig bei einer Hip Hop Jam kennen.

 

Was Anfangs ein loses Gerede über das Interesse eines gemeinsamen Songs ist, mündet schnell in einer grenzüberschreitenden textlichen Sympathie. „Das waren quasi die ersten Annäherungsversuche von Metapherose und Double Wisdom. Wir hatten alle Lust auf textlich anspruchsvollen Rap und darauf die Weltherrschaft an uns zu reißen. Für uns war die einzig logische Konsequenz, dass wir unsere halb- und dreiviertelfertigen Songs in einen Topf schmeißen und die Suppe die rauskommt einfach mal probieren.“



‚Metapherose con Double Wisdom’ war entsprungen.